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Zeit für die (naturnahe) Gartenplanung

Nachdem jetzt der erwartete Wieder-Einbruch des Winters überstanden ist, die ersten Sonnenstrahlen wie bereits im März die Luft und den Boden so stark erwärmen, dass es einen in die Natur oder den eigenen Garten hinauszieht, kommt oft die Erkenntnis bzw. der Wille, dem eigenen Garten endlich ein stimmiges Konzept zu verpassen: Mehr und längere Blüten, neue Sitzplätze in schattigen Ecken, größere Vorhaben wie ein Pool, einfache Veränderungen oder auch der Wille, nun endlich etwas mehr sein Augenmerk auf die Natur und Ihre Lebewesen zu setzen.

Jetzt und an diesem Punkt ist es das Gebot der Stunde, nicht in Aktionismus zu verfallen: Nicht ohne Pflanzkonzept den 6er-Tray Tagetes von Norma aus dem Bauch heraus kaufen, sich nicht für die vermeintlich billigste/günstigste Pool-Lösung zu entscheiden, nicht unüberlegt und ungeplant Fakten schaffen und diese hinterher zu bedauern. Am Anfang steht die wohlüberlegte Planung, die man sich entweder selbst zutraut, was natürlich mit sehr sehr viel Lektüre verbunden ist oder sich dem Fachmann anzuvertrauen. Nur dann werden Sie das neue Gartenjahr auch mit viel Freude anstatt großem Frust erleben.


Der naturnahe Garten

Naturnah ist nicht gleich naturnah. Hier varriert die Spannweite von "fürs Gewissen" bis hin zu nachhaltigen und spürbaren Veränderungen.

Persönlich mag ich die Extreme nicht: Entweder der absolute Ökögarten oder garnichts! Nein, das ist nicht mein Ding und muss es auch nicht sein. Man kann auch mit vielen Kleinigkeiten teiweise erstaunliche Erfolge erzielen. Wenn jemand beschließt, aus seinem Garten ein Habitat für bedrohte Insekten zu schaffen, dann finde ich das wirklich toll. Trotzdem mag ich das so nicht. Ein habitat ist mit einer großen Unordnung und mit Begleiterscheinungen verbunden, die ich vielleicht nicht in meinem Garten (=Erholungsraum) möchte. Es wäre aber auch ein Fehler, deswegen ganz darauf zu verzichten. Bestimmte Teile in der Rasenfläche nicht mehr mähen, einen abgestorbenen Apfelbaum nicht fällen, sondern stehen lassen, ein Totholzhaufen, ..., es gibt viele Möglichkeiten, Natur in den Garten zu lassen, ohne dass mein geliebtes Stauden- und Rosenbeet dafür weichen muss. Die Akzeptanz für ökologische Themen steigt, wenn sie nicht extremistisch gefodert werden. Man sollte sie als Teil der Gartengestaltung sehen und sich am Ergebnis freuen. Der Rahmen lässt es hier nicht zu, über die konkrete Gestaltung zu sprechen, wo es doch Menschen gibt, die darüber ganze Bücher geschrieben haben. Ein paar kleinere Anmerkungen seien jedoch als Denkanstöße erlaubt:

- Verzicht von chemischen Mitteln (Dünger, Pestizide) im eigenen Garten

- Eher einfache als gefüllte Blüten. Aber auch hier soll es keine Verbote geben!

- Auch mal eine Ecke unordentlicher lassen

- Mähverhalten überdenken

- Eine Wasserstelle schaffen; angefangen vom Eichenfass bis hin zum Teich

Dies sind nur ein paar wenige Möglichkeiten, die auch nicht sehr schwer in der Umsetzung fallen.

Viel Spaß bei der Umsetzung








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